Fledermaus kurz vorgestellt

Nymphenfledermaus

News

 
Generalversammlung 2016 - 11.03.2016
Die Einladung zur GV 2016 sollte nun bei unseren Mitgliedern eingetroffen sein. Darauf hat sich leider ein Fehler eingeschlichen: die GV findet am Donnerstag, 31. März 2016 und nicht am Freitag statt. Wir bitten um Entschuldigung.
Fledermäuse bereiten sich auf den Winterschlaf vor - 14.11.2015
Bald wird es Zeit ...
Nach den energieraubenden Balzritualen wird es nun Ende November Zeit, dass geeignete Unterschlüpfe für den Winter bezogen werden. Dank dem sehr milden Herbst konnten unsere Fledermäuse einiges länger aktiv bleiben und mehr Winterreserven anfressen.
 
Abendsegler und Rauhhautfledermäuse verbringen nicht das ganze Jahr bei uns und kommen erst zur Balzzeit im Herbst und für den Winterschlaf von ihren weit im Nordosten gelegenen Sommerquartieren in die Schweiz zurück.
 
Fledermäuse dürfen während des Winterschlafes keinesfalls gestört werden!
Fernsehbeitrag Telebasel - 05.07.2015

Die Schafskälte Ende Juni und die grosse Hitze Anfangs Juli haben unsere Fledermäuse vor grössere Herausforderungen gestellt. Besonders für die Weibchen war die Schafskälte während der Jungenaufzuchtszeit ein grosser Kraftakt.

Anlässlich dieser Situation hat Telebasel einen Beitrag zur Jungtieraufzucht im 7vor7 gebracht. Klicken Sie zum Anschauen des Beitrags diesen LINK an.

Eine Bemerkung zum Beitrag: Die Fledermausjungtiere, welche gezeigt werden, sind die menschliche Hand als Ersatzmutter gewöhnt. Jegliche aufgefundene Fledermäuse sollten aber immer mit Handschuhen oder einem Tuch angefasst werden!

Neues Jahresprogramm des Vereins ist online - 28.03.2014
Unter "Verein pro Chiroptera" -> "Veranstaltungen" ist unser Jahresprogramm für 2014 online geschaltet. Schauen Sie rein, vielleicht hat es ja die eine oder andere Veranstaltung dabei, an welcher Sie teilnehmen möchten...
Fledermausnacht in Basel 2013 - 24.08.2013

Die Fledermausnacht in Basel war trotz des zeitweise stürmischen und nassen Wetters ein Erfolg. An der Standaktion unter der Wettsteinbrücke konnten über hundert Gäste begrüsst werden. In der Bastelecke wurde von den Kindern fleissig Fledermäuse gefaltet und Jung und Alt versuchten sich am Fledermauswettbewerb, um eines der beliebten Fledermauskartenspiele der Schweizer Stiftung für Fledermausschutz mit nach Hause nehmen zu können. So wurden die Infotafeln fleissig gelesen, die mitgebrachten Pfleglinge beobachtet (womit kämmen sich denn Fledermäuse eigentlich ihr Fell?) und zur Not wurden auch die anwesenden pro Chiroptera-Mitglieder befragt. Beim Versuch, unseren fünf Fledermauspräparaten den richtigen Namen zuzuordnen, musste dann ganz genau betrachtet und mit Bildmaterial verglichen werden. So manch ein Besucher war erstaunt ob der Vielfalt der einheimischen Fledermausarten. Gegen Abend wurden dann auch all diejenigen, welche sich trotz heftigem Gewitter zu uns begeben haben, für ihre Zuversicht belohnt. Pünktlich zur Ausflugszeit war das heftige Gewitter vorbei und wir konnten den Jagdrufen der Fledermäuse über dem Rhein und am Ufer lauschen.

Fledermauspräparate für die Öffentlichkeitsarbeit - 21.08.2013

 Der Verein verfügt über neues Anschauungsmaterial für die Öffentlichkeitsarbeit: dass Fledermaus nicht gleich Fledermaus ist, zeigen anschaulich unsere vier neuen Präparate von verschiedenen Fledermausarten.

Sie wollen wissen, um welche Fledermausarten es sich dabei handelt und wodurch sich die Arten voneinander unterscheiden? Dann schauen Sie diesen Samstag ab 18 Uhr an unserer Fledermausnacht vorbei! Denn dort werden die neuen Präparate zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt... Zu finden sind wir unten am Rheinufer beim Grossbasler Brückenkopf der Wettsteinbrücke. Und natürlich stehen neben den Präparaten auch diverse spannende Aktivitäten für die ganze Familie sowie Wissenswertes zu den heimlichen Flattertieren auf dem Programm.

Weitere Mausohr-Wochenstube im Kanton BL - 15.07.2013

 

Endlich hat auch das Oberbaselbiet seine erst offizielle Mausohr-Wochenstube. Neben den beiden Wochenstuben im Laufental ist das erst der dritte Quartiernachweis dieser Art im gesamten Kanton. Das oberbaselbieter Quartier ist laut Hauswart allerdings bereits seit über 10 Jahren besetzt, nur wussten wenige Leute davon. Obwohl, so wenige Leute sind es auch nicht... Denn die Mausohren haben sich als Wochenstube ein Fabrikgebäude ausgesucht und werden bei ihrer Jungenaufzucht immer einmal wieder von den Betriebsmitarbeitern beobachtet. Besonders an sehr heissen Tag kommen die Tiere nämlich aus ihrer Spalte in der Innenisolation heraus und hängen dann gut sichtbar an der Innenwand der Fabrikhalle.

Am 15. Juli haben sich mehrere angehende LFS vorgenommen, dieser bereits seit Langem bekannten aber niemals auf die Art überprüften Quartier näher auf den Grund zu gehen. Die Bilder, die sie gemacht haben, liessen keinen Zweifel mehr offen: In der Fabrikhalle lebt eine kleine Wochenstube von Grossen Mausohren. Dieses Jahr waren es 25 Tiere, welche am 18.7. beim Ausflug gezählt worden sind. Und am 6.8. wurden die Mütter wohl von den ersten flüggen Jungtieren begleitet, immerhin flogen an diesem Abend 33 Tiere aus.

Laut Hauswart lebten vor einigen Jahren noch um die 80 Tiere in dem Quartier, seit einem Marderbesuch mit Verlusten für die Kolonie wurden aber nie mehr so viele Tiere gesichtet. Es bleibt abzuwarten, ob die etwas eingeschüchterten Mausohren in den nächsten Jahren wieder vermehrt in "ihre Fabrikhalle" zurück kommen. Denn erfreulicherweise ist eines klar: Willkommen sind sie auf jeden Fall!

 Foto freundlicherweise von Mägi Hochuli zur Verfügung gestellt

 

Neue Bartfledermauskolonie entdeckt - 15.06.2013

Ein angehender LFS (Lokaler Fledermausschützender) hatte ein Fledermausquartier gemeldet bekommen, welches bei einer Kursexkursion gerade etwas näher untersucht werden konnte. Soviel war bekannt: das Quartier befindet sich hinter einem Fensterladen und beherbergt mehrere Tiere - es lag also nahe, dass es sich um eine Wochenstube handelt. Welche Fledermausart sich aber hinter dem Fensterladen versteckt, war noch ein Geheimnis, welches es zu lüften galt.

An der ersten Exkursion am Freitag wurde die Art mit Hilfe von Rufaufnahmen etwas eingeschränkt. Mit Hilfe des Comuters liess sich die häufige Zwergfledermaus sofort ausschliessen und die Vermutung, dass es sich bei der Kolonie um eine Wochenstube der Bartfledermaus handeln könnte, wurde verstärkt. 

An der zweiten Exkursion am Tag darauf wurde dann zur sicheren Artüberprüfung ein Tier mit Hilfe eines Handnetzes abgefangen, sofort kurz vermessen und dann mit einigen Minuten Verspätung auf die Jagd gelassen. Die Resultate der Vermessung (besonders nach einem Blick auf die Zähne) liessen keinen Zweifel mehr offen: Der Kanton Baselland hat seine zweite offizielle Bartfledermaus-Wochenstube!

Übrigens: Auch die andere Wochenstube befindet sich hinter einem Fensterladen. Wichtig ist für die Tiere aber, dass der Fensterladen aus einem Brett besteht und keine Lamellen hat. Denn diese verursachen einen unangenehmen Durchzug...

Infrarotübertragung Zwingen - 08.06.2013

Glück hatten wir mit unserer diesjährigen Infrarotübertragung gerade im doppelten Sinne. Denn bei der Installation der Infrarot-Kameras am Nachmittag zeigten sich nur wenige Tiere und es war sehr ungewiss, wie viele Tiere sich überhaupt im Dachstock aufhielten. Zusätzlich war das Wetter unsicher, Gewitter waren angekündigt... Mit einer gewissen Nervosität blickten wir also auf den Beginn des Anlasses und hofften, dass uns weder Petrus noch die Fledermäuse im Stich liessen. Und tatsächlich:

Die mutigen Besucher, welche sich durch die unbeständigen Wetterprognosen nicht einschüchtern liessen, wurden wie auch bereits bei der letzten Übertragung mit unglaublichen Bildern aus dem Dachstock belohnt! Der kalte Frühling war aber trotzdem zu erkennen: noch kein einziges Fledermausweibchen hatte ein Junges geboren. Die Vermutung, dass sich die Geburten in diesem Jahr verzögern würden, wurde damit bestätigt. Die Mutter-Kind-Beziehungen konnten wir also noch nicht beobachten, dafür zeigten uns die schwangeren Fledermausmütter aber ihr Putzverhalten und die "Aufwärmübungen", welche sie vor dem Abflug aus dem Quartier durchführten. Und nachdem die Tiere einige Proberunden im Dachstock geflogen waren, flogen sie dann über unseren Köpfen hinaus aus ihrem Quartier, um sich auf den Weg ins Jagdgebiet zu machen. Insgesamt wurde 131 ausfliegende Grosse Mausohren gezählt, das sind etwas weniger als im Vorjahr aber deutlich mehr als am Nachmittag vermutet.

Wo sich die restlichen Tiere aufhielten, lässt sich nur vermuten: in Zwingen gibt es in einem Zwischendach eine weitere kleine Kolonie. Vielleicht zog es einige der Weibchen in dieses, sicherlich etwas wärmere Quartier.

An dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön an Marcel FIerz und seinen Kollegen, welche die Kameras installiert und damit den Abend für uns erst möglich gemacht haben. Ausserdem ebenfalls einen grossen Dank an die Schweizerische Stiftung für Fledermausschutz, welche den Anlass finanziell unterstützt hat und an den Hausbesitzer Roland Lachat, welcher uns Zugang zu "seinen" Mausohren gewährte!

Wenig Fledermausbabies wegen kaltem Frühling? - 27.05.2013

Der kalte Frühling macht nicht nur uns, sondern auch den einheimischen Fledermäusen zu schaffen. Durch die Kälte fehlen die nötigen Futterinsekten und die Wärme, welche die Weibchen während ihrer Schwangerschaft benötigen. An einer öffentlichen Infrarot-Live-Übertragung wird sich herausstellen, wie die rund 250 Weibchen der Grossen Mausohren in Zwingen mit der diesjährigen Kälte zurechtgekommen sind…

Bedrohte Dachstockbewohner

In der Region Basel ziehen rund 250 Fledermausweibchen des Grossen Mausohrs in einem Dachstock eines Privathauses gemeinsam ihre Jungtiere auf. Wie hoch ihr Aufzuchtserfolg in diesem Jahr ist, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Denn obwohl die Fledermausmütter die Schwangerschaft bei schlechten Temperaturen bis zu einem gewissen Grad hinauszögern können, sind sie ab einem späteren Schwangerschaftsstadium auf Wärme und genügend Nahrung angewiesen. Und genau das dürfte in diesem Jahr ein Problem sein.

Das Grosse Mausohr ist ein typischer Dachstockbewohner. In der Schweiz steht diese Fledermausart auf der roten Liste der bedrohten Tierarten. Bekannte Quartiere werden deswegen von Fledermausschützenden überwacht, indem die Weibchen und ihre Jungen mehrmals im Jahr gezählt werden. Nur so können Probleme rechtzeitig erkannt und Schutzmassnahmen getroffen werden.

Öffentlicher Blick ins Kinderzimmer

Eine der diesjährigen Zählungen in Zwingen kann von der Bevölkerung miterlebt werden. Pro Chiroptera organisiert in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Stiftung die Infrarot-Live-Übertragung aus der Aufzuchtskolonie der Grossen Mausohren an der Baselstrasse 30 in Zwingen (siehe auch Veranstaltungen). Zu diesem Zweck werden drei Infrarot-Kameras im Dachstock installiert, welche ihre Bilder direkt auf eine Leinwand ausserhalb des Gebäudes senden. So können die Fledermausschützenden und Interessierte gespannt mitverfolgen, wie es den Fledermausmüttern und ihren Kindern geht und was kurz vor dem Ausflug der Mütter in der Kolonie alles passiert – Ein fantastisches Erlebnis und ein seltener Einblick in die sonst so heimliche Welt der gefährdeten Flatterer! Bis dahin hoffen wir für die Fledermausmütter und ihre Jungtiere auf möglichst warmes Wetter.

Startschuss zur Ausbildung von 27 LFS - 20.04.2013

 

Heute ist der Startschuss gefallen: 27 Fledermausinteressierte aus dem gesamten Kanton Basellandschaft haben ihre Ausbildung zu Lokalen Fledermausschützenden angefangen.

Der Kurs ist in Zusammenarbeit mit dem Basellandschaftlichen Natur- und Vogelschutzverband entstanden. Während rund einem Jahr werden die Kursteilnehmenden in einer Veranstaltung pro Monat alles Nötige zur Biologie und zum Schutz von Fledermäusen lernen, damit sie sich danach selbst aktiv im Fledermaussschutz einsetzen können.

Wir wünschen den angehenden lokalen Fledermausschützenden viel Erfolg und viele spannenden Erlebnisse mit unseren einheimischen Flatterern!

Maturandin macht spannende Fledermausnachweise - 17.01.2013

 Das Thema der Maturaarbeit war ambitioniert: in ihrem Wohnort in einer kleinen Oberbaselbieter Gemeinde wollte eine Maturandin Fledermäuse anhand von Meldungen aus der Bevölkerung und mit Hilfe von akustischen Methoden aufspüren, möglichst auch Quartiere entdecken. Das Unterfangen war natürlich unterstützenswert, der Verein pro Chiroptera hat aus diesem Grund mit Material etwas ausgeholfen.

DIe Arbeit ist nun abgeschlossen und die junge Frau kann beeindruckende Ergebnisse vorzeigen: Nicht nur dass sie mit HIlfe von Rufaufnahmen einen Exkursionsführer erarbeitet hat, sie hat auch noch wertvolle Quartiernachweise vom Braunem Langohr (der erste offizielle im Kanton Basellandschaft!), dem Grossen Mausohr und vermutlich von der Bartfledermaus gemacht. Und auch die seltene Wimperfledermaus ist ihr gemeldet worden. Damit ist auch von dieser Art ein weiterer Nachweis gelungen. An dieser Stelle gratulieren wir ganz herzlich zur gelungenen Arbeit und danken für den Einsatz für die Fledermäuse sowie die Weiterleitung der wertvollen Daten.

Fledermausnacht in Basel 2012 - 26.08.2012

Ab 18 Uhr fand auch dieses Jahr eine Standaktion unseres Vereins anlässlich der europäischen Fledermausnacht statt. Rund 200 Besucherinnen und Besucher haben uns trotz unsicheren Wetterverhältnissen unter dem Grossbasler Brückenpfeiler der Wettsteinbrücke besucht und sind mit uns in die faszinierende Welt der Fledermäuse eingetaucht.

Besonders beliebt war auch in diesem Jahr unsere Bastelecke für Kinder, wo unter der Anleitung von Anjes Rinderknecht gemalt, gefaltet und gespielt werden konnte. Aber auch die Plakatausstellung, die "Forscherecke", Diashow, die Spezialecke zum Tier des Jahres 2012 und unsere Pfleglinge machten die diesjährige Fledermausnacht zu einem tollen Erlebnis für unsere Gäste. Mit dazu beigetragen hat die grosse Arbeit des Vereinsvorstands, welcher mit der Verpflegung, Beratung und dem Beantworten von Fragen rund um Fledermäuse alle Hände voll zu tun hatte. Dass aber auch einige unserer Besucher Filme, Berichte und Fotos von ihren ganz persönlichen Fledermauserlebnissen mitgebracht hatten, hat uns besonders gefreut! Und auch der Besuch einer Schulklasse hat unsere Veranstaltung bereichert; wussten die Primarschülerinnen und –schüler doch selbst bereits Einiges über das Leben der Fledermäuse und haben diese Wissen voller Freude geteilt und erweitert…

Beim Eindunkeln hat dann auch Petrus gezeigt, dass er ein grosser Fledermaus-Fan ist. Gerade rechtzeitig hörte der Regen auf und ermöglichte uns und unseren Gästen, den hungrigen Fledermäusen bei der Jagd zuzusehen und mit Hilfe der Detektoren auch zuzuhören.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Fledermausnacht 2012 - 25.08.2012

 

Heute findet die europäische Nacht der Fledermäuse statt!!!

Besuchen Sie uns an unserem Informationsstand am Grossbasler Rheinufer bei der der Wettsteinbrücke und tauchen Sie mit uns ein in die faszinierende Welt der Fledermäuse.

- Vorstellung des TIERES DES JAHRES 2012

- Infostand

.- Diashow, alle volle Stunde mit Kommentar

- Bastel- und Forscherecke für Kinder

 - Pfleglinge und Detektoren, mit welchen die Ultraschallrufe der Fledermäuse hörbar gemaucht werden.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Wasserfledermäuse in Tunnel - 24.08.2012

Ein Anruf aus Laufen klang vielversprechend. In einem Tunnel, welcher unter der Stadt Laufen verläuft, sind Fledermäuse gesichtet worden. Eine Kontrolle ergab ein Quartier der Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)...

Wasserfledermäuse jagen, ganz getreu ihrem Namen, über Wasserflächen nach ihren Beuteinsekten. Als Quartiere suchen sie sich sowohl Baumhöhlen und Stammaufrisse wie auch Dehnungsfugen an Brücken oder eben ruhige Orte in Tunnels aus. So hat sich auch dieses kleine Grüppchen von insgesamt sechs Tieren einen unterirdischen Bachdurchlass als Tagesquartier ausgesucht (Abb.1). Die Tiere hängen dabei an der Betondecke, während unter ihnen der kleine Bach durchfliesst. Dass es sich bei dem Quartier um eine Wochenstube handelt, ist aufgrund der kühlen Temperaturen eher unwahrscheinlich. Jungtiere brauchen für ihr Wachstum und ihre Entwicklung Wärme. Ganz auszuschliessen lässt sich eine Wochenstube allerdings nicht, es gibt vereinzelte Nachweise von unterirdischen Wochenstuben.

Die Wasserfledermäuse haben Glück im Unglück: Ihr Bachdurchlass muss zwar stellenweise erneuert werden, aber dank der rechtzeitigen Entdeckung des Quartiers kann darauf geachtet werden, dass die Tiere bei den Bauarbeiten nicht zu Schaden kommen. Und auch für ein verbessertes Quartierangebot nach der Sanierung dürfte gesorgt werden.

Seltene Nordfledermaus in der Region gefunden - 28.05.2012

Nach einem Fund einer Nordfledermaus (Eptesicus nilssonii) im Jahre 2003 ist diese seltene Fledermausart nach 9 Jahren wieder in der Region Basel gefunden worden! Bei dem Fund handelt es sich erst noch um ein weibliches Tier, was auf eine Fortpflanzungskolonie in der Region hoffen lässt.

Auf einem Balkon in Basel lag das geschwächte und abgemagerte Tier und wurde von den aufmerksamen Findern zur Fledermauspflegestation in Allschwil gebracht. Patrick Rinderknecht von der Pflegestation erkannte sofort die Besonderheit des Findlings. Die typischen goldenen Haarspitzen auf dem Rücken und der Stirn machen die Nordfledermaus zu einer sehr hübschen Fledermausart. Leider litt das schöne Tier zu sehr unter den diesjährigen Wetterverhältnissen. Trotz sofortiger Fütterung und liebevoller Pflege ist das abgemagerte Nordfledermausweibchen gestorben.

Die Tatsache, dass es sich bei dem aufgefundenen Tier (wie auch schon beim 2003 abgegebenen Individuum) um ein Weibchen handelt, lässt hoffen, dass sich in der Region Basel auch eine Fortpflanzungskolonie der seltenen Art befindet... Wo diese sein könnte, ist vorläufig noch unbekannt. Nordfledermäuse leben häufig an Gebäuden im Zwischendach oder unter Fassadenverkleidungen. Gelegentlich bilden sie sogar Mischkolonien mit einer anderen Art. Es bleibt spannend, ob dieses seltene und hübsche Tier auch unter unseren Dächern zu Hause ist.

Tier des Jahres 2012 bei Netzfang nachgewiesen - 31.03.2012

Der Braune Langohr (Plecotus auritus) ist von Pro Natura zum Tier des Jahres 2012 ernannt worden. Der heimliche Schmetterlingsjäger mit den riesigen Ohren ist auch bei uns in der Region zu Hause. Aktuelle Nachweise von einer Fortpflanzungskolonie fehlen bisher aber noch. Besonders das Obere Baselbiet dürfte aber aufgrund seiner Landschaftsstrukturen das Zuhause dieser Tierart sein.

Bei einem Stellnetzfang in Wenslingen BL ging als erstes ein Männchen des Braunen Langohrs (Bild 3) ins Netz und hat damit als Botschafter die Fledermaussaison offiziell eröffnet. Braune Langohren sind an Wälder gebunden, in denen sie sowohl ihren Unterschlupf wie auch ihr Jagdgebiet haben können. Die Tiere können aber auch in Gebäuden und in Fledermaus- und Vogelnistkästen ihr Tagesversteck haben.

Neben dem Braunen Langohr flog auch ein Weibchen des Grossen Mausohrs (Myotis myotis, Bild 1) in das aufgestellte Netz. Diese Art jagt ebenfalls oft in Wäldern nach grossen Laufkäfern, welche am Boden erbeutet werden.

Beide Tiere wurden vorsichtig vermessen (Bild 2) und gewogen und anschliessend wieder in die Freiheit entlassen. Solche Untersuchungen liefern wichtige Erkenntnisse über das Vorkommen von Arten und können auch bei der Umsetzung von Schutzbestimmungen sehr wertvoll sein.

Programm für 2012 - 21.01.2012

Liebe Fledermausfreunde.

Das Exkursionsprogramm für 2012 ist jetzt online.

Bitte verfolgen sie unsere Aktivitäten. Es kann sein, dass wir im Laufe der Saison noch weitere sehenswerte Anlässe anbieten können.

Unsere Präsenz am Journée du Patrimoine - 25.09.2011

Am 18. September stellten wir unter der Leitung von François Amann in der Petite Camargue Alscienne mit Infomaterial, einem Stand und einem Basteltisch unsere Anliegen für den Fledermausschutz vor. Trotz sehr regnerischem Wetter am Morgen fanden im Laufe des Tages über 80 Besucher den Weg zu unserer Ausstellung. François, Familie Rinderknecht und Marianne Saxer sorgten für die Betreuung der grossen Besucher und Anjes Rinderknecht entpuppte sich über die Sprachgrenzen hinweg als Talent für die Unterhaltung der Kinder am Fledermaus Basteltisch.

3. Basler Fledermausnacht ein voller Erfolg - 27.08.2011

Am Nachmittag des 27. August liessen sich zahlreiche Besucher nicht vom kühlen und windigen Wetter abhalten und so besuchten rund 180 Personen den Informationsstand von pro Chiroptera am Rheinufer in Basel. Jung und Alt studierte die Informationstafeln zum Leben der Fledermäuse und stellte neugierig weitergehende Fragen, welche von den Vorstandsmitgliedern des Vereins pro Chiroptera beantwortet wurden. Die Kinder stellten sich am Basteltisch selbst ein Fledermaus-Daumenkino her, welches anschliessend mit nach Hause genommen werden konnte. An den Binokularen wurde fleissig der Kot des Grossen Mausohrs untersucht und gerätselt, um welche Beutetiere es sich bei diesem Nahrungsspezialisten handeln könnte. Das grosse Highlight waren aber natürlich wie in jedem Jahr die lebenden Fledermäuse, welche die Betreuer unserer Pflegestation mitgebracht hatten. Die Tiere werden so lange gepflegt, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können. Gegen Abend dann hatte sich der Wind zum Glück etwas gelegt und die Besucher konnten mit den Fledermausdetektoren die jagenden Fledermäuse über dem Rhein verfolgen. Unüberhörbar konnten sogar Laien aufgrund der akustischen Unterschiede erkennen, dass es sich bei den jagenden Tieren um mindestens drei verschiedene Arten handelt.

Zu den interessierten Besuchern hatte sich auch das Fernseh-Team des lokalen Senders TeleBasel gesellt, welches einen spannenden Fledermausbeitrag zur Fledermausnacht gesendet und damit auch denjenigen Personen die Fledermausnacht etwas ins Wohnzimmer gebracht hat, welche aufgrund der kühlen Temperaturen nicht aus dem Haus gegangen sind.

Infrarotübertragung in Zwingen - 18.06.2011

Wann hat man schon die Gelegenheit, einer Aufzuchtskolonie von Fledermäusen nahe zu sein und sie ohne Störung direkt im Quartier bei der Körperpflege, Jungenaufzucht und den Ausflugsvorbereitungen zu beobachten? Bei einer Infrarot-Live-Übertragung direkt aus der Kolonie! Und so liessen sich auch rund 70 Interessierte diese Gelegenheit nicht entgehen und kamen nach Zwingen...

Bei Anlassbeginn war es noch hell genug für einige Informationen. So wurden die Besucher zu Beginn von der Präsidentin von pro Chiroptera begrüsst und erfuhren anschliessend wichtige Informationen zur Kolonie aus erster Hand - vom Quartierbetreuer der Grossen Mausohren und Vorstandsmitglied Paul Zbinden.

Auch Hans-Peter Stutz, Geschäftsführer der Stiftung Fledermausschutz, begrüsste die anwesenden und berichtete unter Anderem über die gesamtschweizerische Bestandesentwicklung der Art.

Bei Eindunkeln konnte dann die Live-Übertragung beginnen und alle waren begeistert ab den unglaublich guten und spannenden Bildern aus dem "Wohnzimmer" der Mausohren. Bei fortschreitender Dunkelheit begannen dann die ersten Tiere, sich im Quartier mit Flugtraining aufzuwärmen, bevor sie dann dabei beobachtet werden konnten, wie sie ihr Quartier durch ein Ausflugsfensterchen verliessen.

An dieser Stelle herzlichen Dank an die Stiftung Fledermausschutz, durch welche die Live-Übertragung ermöglicht wurde, an die Techniker, welche uns solch grandiose Bilder beschert haben und an die Familie Lachat, welche uns auf ihrem Privatgrundstück einen Einblick in "ihre" Wochenstube gewährte!!!

Für einen Filmausschnitt der Übertragung können Sie folgenden Link anklicken.

 

Fledermaus-Nottelefon für Region Basel: 078 815 36 53
übrige Deutschschweiz: 079 330 60 60